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Februar 2020
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Steuern

KÖRPERSCHAFTSTEUER

Ausgleichsposten bei Verschmelzung auf Organgesellschaft

Setzt eine Organgesellschaft das durch Verschmelzung einer anderen Gesellschaft auf sie übergehende Vermögen in der Steuerbilanz mit den Buchwerten, in der Handelsbilanz jedoch mit den Verkehrswerten an, findet auf die Bewertungsdifferenz § 14 Abs. 4 Satz 1 KStG Anwendung und es ist ein passiver Ausgleichsposten in der Steuerbilanz des Organträgers zu bilden, so das FG Rheinland-Pfalz in seinem Urteil vom 10.09.2019. Während diese Rechtsauffassung auch der herrschenden Meinung im Fachschrifttum entspricht, widerspricht Rz. Org 33 des Umwandlungssteuererlasses, der die Wertdifferenz - wie eine vororganschaftlich veranlasste Mehrabführung – als Gewinnausschüttung i.S. des § 14 Abs. 3 Satz 1 KStG besteuert wissen will. Die Revision ist beim BFH anhängig.