1

Januar 2019
ARCHIV

Steuern

GRUNDERWERBSTEUER

Rückgängigmachung eines Erwerbsvorgangs

Nach dem Urteil des BFH vom 19.09.2018 ist die Anwendung des § 16 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG ausgeschlossen, wenn der Ersterwerber eine ihm verbliebene Rechtsposition aus dem ursprünglichen Kaufvertrag in seinem eigenen (wirtschaftlichen) Interesse verwertet hat. Der Erwerber verwertet seine Rechtsposition aus dem ursprünglichen Kaufvertrag, wenn er durch seine Unterschrift unter den Vertrag über die Aufhebung des Grundstückskaufvertrags mit einer grundbesitzenden Gesellschaft bestimmen kann, wer die Anteile an dieser Gesellschaft erwerben darf. Der Anteilserwerb selbst muss nicht steuerbar sein.