Oktober 2015
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Erdienbarkeit einer Pensionszusage bei mittelbarer Erhöhung in Folge von Gehaltssteigerungen

Der von der Rechtsprechung entwickelte Grundsatz, nach dem sich der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Kapitalgesell-schaft einen Pensionsanspruch innerhalb der verbleibenden Arbeitszeit bis zum vorgesehenen Eintritt in den Ruhestand noch erdienen muss, gilt nach dem BFH-Urteil vom 20.05.2015 sowohl für Erstzusagen einer Versorgungsanwartschaft als auch für nachträgliche Erhöhungen einer bereits erteilten Zusage. Um eine nachträgliche Erhöhung könne es sich auch handeln, wenn ein endgehaltsabhängiges Pensionsversprechen in Folge einer Gehaltsaufstockung mittelbar erhöht wird und das der Höhe nach einer Neuzusage gleichkommt. Maßgebend bei der Ermittlung des Erdienungszeitraums ist der in der Pensionszusage vereinbarte größtmögliche Zeitpunkt des Pensionsbezugs. 

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