Oktober 2015
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Behandlung und Zuflusszeitpunkt des Sachbezugs „Job-Tickets“

Das Bayrische Landesamt für Steuern hat mit Verfügung vom 12.08.2015 zur lohnsteuerlichen Behandlung und zum Zuflusszeitpunkt des Sachbezugs „Job-Ticket“ Stellung genommen. Stellt der Arbeitgeber seinen Arbeitsnehmern „Job-Tickets“ zur Verfügung, liegt ein als Sachbezug zu besteuernder geldwerter Vorteil nur vor, soweit die Arbeitnehmer weniger bezahlen als der Arbeitgeber an den Verkehrsträger. Der etwaige Sachbezug ist grds. nach § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG zu bewerten. Die monatliche EUR 44,00-Freigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG ist grds. anwendbar. Bei der Berechnung, ob diese durch sämtliche Sachbezüge überschritten wird, sind nach §§ 37b, 40 EStG pauschalbesteuerte Vorteile nicht zu berücksichtigen. Ein fortlaufender monatlicher Zufluss wird anerkannt, wenn das Job-Ticket zwar für einen längeren Zeitraum als einen Monat gilt, den Arbeitnehmern aber monatliche Tickets ausgehändigt werden oder aber Fahrausweise jeweils monatlich freigeschaltet werden. Erhält ein Arbeitnehmer ein kostenloses oder verbilligtes Job-Ticket, das einschränkungslos für einen längeren Zeitraum als einen Monat gilt, fließt der Sachbezug bereits mit Freischaltung des Tickets in voller Höhe zu, was i.d.R. zur Überschreitung der Sachbezugsgrenze im betreffenden Monat führt, vgl. dazu Kurzinfo der OFD Köln vom 24.11.2014. 

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