November 2015
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Qualifizierung der Einkünfte nach dem Tod eines freiberuflichen Erfinders

Der Erbe eines Freiberuflers, der dessen Tätigkeit mit dem geerbten Betriebsvermögen fortführt, erzielt nach dem Urteil des FG Köln vom 24.06.2015 nur dann Einkünfte aus selbstständiger Arbeit als Freiberufler, wenn er selbst die persönliche Qualifizierung als Freiberufler erfüllt und die Tätigkeit entsprechend ausübt. Erfüllen nicht alle Miterben die Qualifizierungsvoraussetzungen, gilt für die Einkünfte der Erbengemeinschaft die Abfärberegelung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG. Einkünfte aus einer früheren Tätigkeit i.S. des § 24 Nr. 2 EStG sind jedoch auch beim nichtqualifizierten Erben als Freiberuflicher zu qualifizieren. Einkünfte aus früherer Tätigkeit liegen nur dann vor, wenn alle den Einkünftetatbestand begründenden Voraussetzungen noch vom Erblasser geschaffen und zu dessen Lebzeiten realisiert wurden, lediglich eine Gegenleistung, also insbesondere der Zufluss, erst nach dem Erbfall erfolgt. 

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