November 2015
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Verdeckte Gewinnausschüttung durch Vermietung eines Einfamilienhauses

Überlässt eine GmbH ihren Gesellschafter-Geschäftsführern ein Einfamilienhaus, ist für die Frage, ob eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegt, nicht auf die ortsübliche Miete, sondern auf die Kostenmiete abzustellen. Eine Unterscheidung zwischen „aufwendig gestalteten“ und „normalen“ Einfamilienhäusern ist nach dem Urteil des FG Köln vom 20.08.2015 in diesem Zusammenhang nicht vorzunehmen. Das FG Köln folgt ausdrücklich nicht dem Urteil des FG Baden-Württemberg vom 05.08.2014. Dieses hatte in einem ähnlich gelagerten Fall eine verdeckte Gewinnausschüttung verneint, da die Kostenmiete in dem betreffenden Ort und in dem betreffenden Zeitraum auch von einem ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführer unter keinen denkbaren Umständen zu erzielen gewesen wäre. 

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