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Dezember 2018
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Steuern

GEWERBESTEUER

GmbH hat für Zeiträume vor Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft keinen Anspruch auf gewerbesteuerlichen Freibetrag

Mit Urteil vom 18.10.2018 hat das FG Münster entschieden, dass einer GmbH, die im laufenden Jahr eine natürliche Person als atypisch stillen Gesellschafter aufnimmt, der Freibetrag von EUR 24.500,00 für Zeiträume vor der Aufnahme nicht zu gewähren ist. Der Gewerbesteuer-messbetrag knüpfe nicht an die persönliche, sondern an die sachliche Steuerpflicht an. Die atypisch stille Gesellschaft sei als selbständiges Steuerobjekt sachlich gewerbesteuerpflichtig, auch wenn die Klägerin als Inhaberin des Geschäftsbetriebs Steuerschuldnerin bleibe. Da sich der Freibetrag, der für Personengesellschaften, nicht aber für Kapitalgesellschaften gelte, auf den jeweils sachlich steuerpflichtigen Gewerbebetrieb beziehe, sei eine getrennte Beurteilung für Zeiträume vor und nach Begründung der Mitunternehmerschaft vorzunehmen. Das FG hat die Revision beim BFH zugelassen.