12

Dezember 2018
ARCHIV

Steuern

UMSATZSTEUER

Korrektur unzutreffender Rechtsanwendung beim Bauträger

Hat ein Bauträger aufgrund der rechtsirrigen Annahme seiner Steuerschuld als Leistungsempfänger von ihm bezogene Bauleistungen nach § 13b UStG versteuert, kann er laut BFH-Urteil vom 27.09.2018 das Entfallen dieser rechtswidrigen Besteuerung geltend machen, ohne dass es darauf ankommt, dass er einen gegen ihn gerichteten Nachforderungsanspruch des leisten-den Unternehmers erfüllt oder die Möglichkeit für eine Aufrechnung durch das FA besteht. Der BFH hat damit klare Verhältnisse geschaffen. Greift der Bauträger, der aufgrund der unzutreffenden Anwendung des § 13b UStG zu Unrecht als Leistungsempfänger zur Umsatzsteuer aus Bauleistungen herangezogen worden ist, die Steuerfestsetzung in verfahrensrechtlich wirksamer Weise an, ist die Umsatzsteuerfestsetzung ohne jedwede Voraussetzung zu berichtigen.