12

Dezember 2019
ARCHIV

Steuern

GEWERBESTEUER

Keine erweiterte Kürzung nach Veräußerung der einzigen Immobilie

Veräußert eine grundstücksverwaltende Gesellschaft vor Ablauf des Wirtschaftsjahres ihre einzige Immobilie, steht ihr für den betreffenden Erhebungszeitraum nicht die erweitere Gewerbesteuerkürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG zu, auch wenn eine Reinvestition in ein neues Objekt beabsichtigt ist und für den Rest des Jahres nur Kapitaleinkünfte erzielt werden, so das Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 13.08.2019. Das Gericht stützt sich darauf, dass eine begünstigte Gesellschaft ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten darf und diese Voraussetzung nicht erfüllt wird, wenn sie keinen eigenen Grundbesitz mehr hat. Hätte die Gesellschaft die Veräußerung mit Wirkung auf das Ende des Wirtschaftsjahrs vorgenommen, hätte man den Steuerschaden vermieden.