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Dezember 2019
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Steuern

UMSATZSTEUER

Innergemeinschaftliche Lieferungen

Steht aufgrund einer Beweiserhebung fest, dass die gelieferten Fahrzeuge zum Bestimmungsort im übrigen Gemeinschaftsgebiet versendet wurden, kann dies nicht durch die Annahme eines fehlenden Belegnachweises in Abrede gestellt werden. Der sich aus der USt-IdNr. ergebende Nachweis der Unternehmereigenschaft des Abnehmers kann nicht durch die bloße Annahme einer Briefkastenanschrift widerlegt werden, so das BFH-Urteil vom 26.09.2019. Die Entscheidung trifft wichtige Aussagen im Zusammenhang mit dem zum Nachweis einer innergemeinschaftlichen Lieferung erforderlichen Buch- und Belegnachweis. Ausgehend vom in       §§ 17a ff. UStDV vorgesehenen Buch- und Belegnachweis stellt der BFH klar, dass ein Fehlen entsprechender Aufzeichnungen oder Nachweise nicht dazu führen kann, dass die mittels Beweiserhebung nachgewiesene tatsächliche Versendung von Waren in das übrige Gemeinschaftsgebiet in Frage zu stellen ist.