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Februar 2015
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Steuern

EINKOMMENSTEUER

Verlustverrechnung bei einer vermögensverwaltenden Kommanditgesellschaft.

Nach § 21 Abs. 1 Satz 2 i.V. mit § 15a Abs. 2 EStG ist bei einer Kommanditgesellschaft, die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt, der einem Kommanditisten zuzurechnende, nicht ausgeglichene oder abgezogene Verlustanteil mit Überschüssen, die dem Kommanditisten in späteren Wirtschaftsjahren aus seiner Beteiligung an der Kommanditgesellschaft zuzurechnen sind, zu verrechnen. Zu solchen Überschüssen zählen gem. BFH-Urteil vom 02.09.2014 auch positive Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften. Nachdem derselbe Senat des BFH bereits mit Urteil vom 15.10.1996 eine Verrechnung von Verlusten der Gesellschafter einer vermögensverwaltenden KG mit positiven Einkünften aus Kapitalvermögen und negativen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zugelassen hatte, kam das Ergebnis dieses Rechtsstreits kaum überraschend.