2

Februar 2019
ARCHIV

Steuern

EINKOMMENSTEUER

Bewilligung eines Vergütungsvorschusses für bilanzierenden Insolvenzverwalter

Bei dem Anspruch des Insolvenzverwalters nach § 9 InsVV handelt es sich um einen Anspruch auf Vorschuss auf die (endgültige) Vergütung, der nach dem BFH-Urteil vom 07.11.2018 bei einem bilanzierenden Insolvenzverwalter noch nicht zur Gewinnrealisierung führt. Die Berücksichtigung von Gewinnanteilen eines Unterbeteiligten als Sonderbetriebsausgaben des Hauptbeteiligten setzt voraus, dass der Unterbeteiligte eine Einlage leistet. Die Vorentscheidung ist auf große Aufmerksamkeit in der Fachliteratur gestoßen. Das FG hatte noch im Hinblick auf die umstrittene Entscheidung des VIII. Senats des BFH vom 14.05.2014 die Auffassung vertreten, der Anspruch des Insolvenzverwalters sei erfolgswirksam zu erfassen. Im Zeitpunkt seiner Entscheidung konnte das FG allerdings noch nicht wissen, dass das BMF sein Schreiben zur Gewinnrealisierung bei Abschlagszahlungen für Werkleistungen wieder aufgehoben und auf Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI a.F. begrenzt hatte.