März 2015
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Durch Gesellschafterwechsel ausgelöste Grunderwerbsteuern sind keine Anschaffungskosten

Nach dem BFH-Urteil vom 02.09.2014 stellen die infolge eines Wechsels im Gesellschafterbestand ausgelösten Grunderwerbsteuern keine Anschaffungskosten der erworbenen Kommanditanteile oder des vorhandenen Grundbesitzes der Objektgesellschaft dar. Streitig war, ob die durch Erfüllung des Tatbestands des § 1 Abs. 2a GrEStG entstehende Grunderwerbsteuer bei der ertragsteuerlichen Beurteilung zu sofort abziehbaren Werbungskosten führt. Das FA vertrat die Auffassung, dass die durch den Wechsel im Gesellschafterbestand ausgelöste Grunderwerbsteuer als Anschaffungskosten im Rahmen der Abschreibung zu berücksichtigen sei. Die hiergegen gerichtete Klage hatte in allen Instanzen Erfolg. Der BFH hat klargestellt, dass Gegenstand der Besteuerung nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG nicht die geänderte Sachherrschaft in der Person des einzelnen Neugesellschafters ist, sondern die geänderte Zuordnung der Gesellschaftsgrundstücke auf der Gesellschafterebene. 

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