März 2015
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Zufluss von Ausschüttungen an einen beherrschenden Gesellschafter

Nach dem BFH-Urteil vom 02.12.2014 fließen Ausschüttungen an den beherrschenden Gesellschafter einer zahlungsfähigen GmbH diesen in der Regel auch dann zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Gewinnverwendung zu, wenn die Gesellschafterversammlung eine spätere Fälligkeit des Auszahlungsanspruchs beschlossen hat. Die Zahlungsfähigkeit der GmbH ist auch dann gegeben, wenn diese zwar mangels eigener Liquidität die von ihr zu erbringende Ausschüttung nicht leisten kann, sie sich als beherrschende Gesellschafterin einer Tochter-GmbH mit hoher Liquidität indes jederzeit bei dieser bedienen kann, um sich selbst die für ihre Ausschüttung erforderlichen Geldmittel zu beschaffen. Der BFH geht damit äußert weit, indem er die Zuflussfiktion für beherrschende Gesellschafter auf Vorabausschüttungen anwendet, die von vorne herein bis zu einem festgelegten späteren Zeitpunkt ausgezahlt werden sollen.

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