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April 2019
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Steuern

LOHNSTEUER

Steuerliche Behandlung der Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern

Mit gleichlautenden Erlassen vom 13.03.2019 haben die obersten Finanzbehörden der Länder zur steuerlichen Behandlung der Überlassung von (Elektro-) Fahrrädern zur privaten Nutzung Stellung genommen. Nach   § 8 Abs. 2 Satz 10 EStG wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung 1 % der auf volle EUR 100,00 abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das betriebliche Fahrrad erstmals nach dem 31.12.2018 und vor dem 01.01.2022, wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung   1 % der auf volle EUR 100,00 EUR abgerundeten halbierten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. In diesen Fällen kommt es nicht auf den Zeitpunkt an, zu dem der Arbeitgeber dieses Fahrrad angeschafft, hergestellt oder geleast hat. Gehört die Nutzungsüberlassung von Fahrrädern zur Angebotspalette des Arbeitgebers an fremde Dritte              (z. B. Fahrradverleihfirmen), kann der geldwerte Vorteil auch nach                § 8 Abs. 3 EStG ermittelt und der Rabattfreibetrag in Höhe von                  EUR 1.080,00 berücksichtigt werden, wenn die Lohnsteuer nicht nach § 40 EStG pauschal erhoben wird.