Juni 2015
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Einbeziehung der Baukosten in die Bemessungsgrundlage der Steuern

Verpflichtet sich der Grundstücksverkäufer lediglich zur Errichtung des Rohbaus und beauftragt der Erwerber Dritte mit den Ausbauarbeiten, setzt nach dem BFH-Urteil vom 03.03.2015 die Einbeziehung der hierfür aufgewendeten Kosten in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer voraus, dass die später mit dem Ausbau beauftragten Unternehmen im Zeitpunkt des Abschlusses des Grundstückskaufvertrags mit dem Grundstücksverkäufer personell, wirtschaftlich oder gesellschaftsrechtlich eng verbunden sind oder aufgrund von Abreden zusammenarbeiten oder durch abgestimmtes Verhalten auf den Abschluss auch der Verträge über die Ausbauarbeiten hinwirken und die zu erbringenden Leistungen dem Erwerber unter Angabe des hierfür aufzuwendenden Entgelts bereits vor Abschluss des Grundstückskaufvertrages konkret angeboten hatten. Das Urteil zeigt die Grenzen für die Annahme eines einheitlichen Erwerbsgegenstands auf, wenn ein Grundstück verkauft wird und der Verkäufer die geplante anschließende Bebauung fördert.

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