Juni 2015
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Tausch von Grundstücksteilen im Rahmen der Erbauseinandersetzung

Mit Urteil vom 16.04.2015 hat das FG Rheinland-Pfalz entschieden, dass Erben, die Grundstücke bzw. Miteigentumsanteile an Grundstücken im Rahmen der Erbauseinandersetzung erhalten, danach aber getauscht haben, für diesen Tauschvorgang Grunderwerbsteuer zahlen müssen. Der Kläger, seine beiden Geschwister und ihr Großvater gehören zu einer Erbengemeinschaft. Im Nachlass der verstorbenen Großmutter des Klägers befanden sich mehrerer Grundstücke. Zwei dieser Grundstücke wurden im Rahmen der Erbauseinandersetzung der Erbengemeinschaft auf den Kläger und seine beiden Geschwister übertragen, und zwar erhielten alle drei Geschwister Miteigentum an jedem der beiden Grundstücke zu je 1/3. Einige Jahre später tauschten die Geschwister ihre Miteigentumsanteile, wodurch der Kläger Alleineigentümer eines der beiden Grundstücke wurde. Für diesen Tauschvorgang setzte das beklagt FA Grunderwerbsteuer fest. Das FG stellte klar, dass das FA zu Recht eine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 3 GrEStG versagt habe.

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