Juni 2015
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Verdeckte Gewinnausschüttung bei der verbilligten Überlassung von Wohnraum

Nach dem Urteil des FG Baden-Württemberg vom 05.08.2014 spricht die Tatsache, dass der Mieter lediglich zu 5 % an der vermietenden Kapitalgesellschaft beteiligt ist, grds. nicht gegen eine verdeckte Gewinnausschüttung wegen der verbilligten Überlassung von Wohnraum. Im Rahmen von Vermietungsverhältnissen zwischen einer Kapitalgesellschaft und ihren Gesellschaftern ist dann von einer verdeckten Gewinnausschüttung auszugehen, wenn die Gesellschaft als Vermieterin ein unangemessen niedriges Entgelt verlangt. Zwar sei grds. darauf abzustellen, ob die GmbH die Wohnung dem Gesellschafter zu einem kostendeckenden Preis überlässt. Ist jedoch die Kostenmiete in dem betreffenden Ort und in dem betreffenden Zeitraum auch von einem ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführer unter keinen denkbaren Umständen zu erzielen, ist hinsichtlich der Frage, ob eine verbilligte Überlassung vorliegt, auf die Vergleichsmiete am Markt abzustellen. Bei dieser konkreten Situation ist der bei der GmbH in den Streitjahren eingetretene Verlust nicht durch das Gesellschaftsverhältnis bedingt, so dass FG.

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