7

Juli 2018
ARCHIV

Steuern

KÖRPERSCHAFTSTEUER

Verschmelzung nach Forderungsverzicht mit Besserungsabrede

Wird eine vermögenslose und inaktive Kapitalgesellschaft, deren Gesellschafter ihr gegenüber auf Darlehensforderungen mit Besserungsschein verzichtet hatten, auf eine finanziell gut ausgestattete Schwesterkapitalgesellschaft mit der weiteren Folge des Eintritts des Besserungsfalls und dem "Wiederaufleben" der Forderungen verschmolzen, so kann die beim übernehmenden Rechtsträger ausgelöste Passivierungspflicht durch eine außerbilanzielle Hinzurechnung wegen einer vGA zu korrigieren sein. Nach dem BFH-Urteil vom 21.02.2018 stehen weder umwandlungssteuerrechtliche Sonderregelungen noch der ursprünglich betriebliche Charakter der Darlehensverbindlichkeiten bei der übertragenden Körperschaft der Annahme einer vGA entgegen. Die vGA ist entstanden, weil nach der Verschmelzung der wertentleerten Kapitalgesellschaft die übernehmende solvente Kapitalgesellschaft aufgrund eines Besserungsversprechens für auflebende Gesellschafterforderungen gegen die untergehende Gesellschaft einzustehen hatte.