August 2015
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Verhaltensbedingte Kündigung bei fortgesetzt negativem Saldo des Arbeitszeitkontos

Ist in einer Dienstvereinbarung zur Gleitzeit nebst Kernarbeitszeit geregelt, dass maximal zehn Minusstunden in den Folgemonat übertragen werden dürfen, dann kann nach dem Urteil des LAG Mecklenburg-Vorpommern vom 15.01.2015 das wiederholte Überschreiten dieser Grenze um ein Vielfaches eine verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigen. Dies gilt selbst dann, wenn der aktuelle Vorwurf im fehlenden Abbau des schon bestehenden unzulässigen Negativsaldos besteht, nachdem das frühere Aufbauen des negativen Saldos bereits abgemahnt wurde und zugleich unproblematisch die tatsächliche und rechtliche Möglichkeit im Rahmen des Gleitzeitmodells bestand, den neu entstandenen Negativsaldo abzubauen.

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