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August 2019
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Steuern

EINKOMMENSTEUER

Kein Nachweis der fast ausschließlich betrieblichen Nutzung eines Pkw durch nachträglich erstellte Auflistungen

Das FG Münster hat mit Urteil vom 10.07.2019 entschieden, dass die für Zwecke des § 7g EStG erforderliche fast ausschließliche betriebliche Nutzung eines Pkw nicht durch nachträglich erstellte Unterlagen nachgewiesen werden kann. Der Kläger führte keine Fahrtenbücher und er-mittelte die Privatnutzung nach der 1 %-Methode. Aus diesem Grund ging das FA nicht von einer fast ausschließlich betrieblichen Nutzung der Fahrzeuge aus und versagte die Investitionsabzugsbeträge. Zum Nachweis der betrieblichen Fahrten für die Zeiträume ab Anschaffung der Fahrzeuge bis zum Schluss des jeweiligen Folgejahres reichte der Kläger Aufstellungen seiner betrieblichen Fahrten ein, die eine Mitarbeiterin anhand der Terminkalender nachträglich erstellt hatte. Danach entfielen knapp über 90% auf betriebliche Fahrten. Nach Auffassung des Gerichts genügten die Aufzeichnungen nicht den Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch. Die Revision ist beim BFH anhängig.