September 2015
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Besprochene Kassetten als Fahrtenbuch

Besprochene Kassetten und Excel-Tabellen sind nach dem Urteil des FG Köln vom 18.06.2015 kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch. Der Kläger führte sein Fahrtenbuch in Form eines Diktiergerätes. Dabei diktierte er zu Beginn einer Fahrt den Zweck der Fahrt, das Datum und den Kilometerstand. Unterwegs diktierte er besondere Vorkommnisse wie Staus, Straßensperrungen, Umleitungen und am Ende wiederum den Kilometerstand. Während der Eingaben läuft das Radio, nach Angaben des Klägers, um seine Angaben zu untermauern. Die Ansagen auf dem Band werden von seiner Sekretärin im Durchschnitt zweimal wöchentlich in Excel-Tabellen übertragen, die Blätter aufbewahrt und am Jahresende gebunden. Die Bänder werden ebenfalls aufbewahrt und nicht überspielt. Der Lohnsteuer-Außenprüfer erkannte das Fahrtenbuch nicht an und ermittelte den geldwerten Vorteil nach der sog. 1 %-Regelung. Die hiergegen gerichtete Klage hatte keinen Erfolg. Das FG Köln stellt fest, dass ein nicht handschriftlich, sondern mit Hilfe von elektronischen Aufzeichnungen erstelltes Fahrtenbuch nur dann ordnungsgemäß ist, wenn die elektronische Aufzeichnung unmittelbar ausgedruckt wird. Die besprochenen Kassetten stellen dagegen kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch dar. Diese sind, wenn auch unter Umständen mit Schwierigkeiten verbunden, jederzeit änderbar. Es sei nicht mit vertretbarem Aufwand überprüfbar, ob die Bänder korrekt in die Excel-Tabellen übertragen wurden. 

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