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September 2018
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Steuern

EINKOMMENSTEUER

Ausfall einer privaten Darlehensforderung kann mit Anzeige der Masseunzulänglichkeit steuerlich berücksichtigt werden

Die Beteiligten stritten über die Berücksichtigungsfähigkeit einer ausgefallenen privaten Darlehensforderung. Der Kläger gewährte ein verzinsliches Privatdarlehen. Während der Laufzeit erbrachte der Darlehensnehmer irgendwann keine Tilgungsleistungen mehr. Kurze Zeit später wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Darlehensnehmers eröffnet. Der Kläger meldete daraufhin die Restforderung zur Insolvenztabelle an - letztlich ohne Erfolg. Der Kläger machte den Verlust aus der Darlehensforderung in seiner Einkommensteuererklärung für 2012 geltend. Das beklagte FA vertrat jedoch - ebenso wie das FG Düsseldorf - zunächst die Auffassung, dass der Darlehensverlust nicht bei den Einkünften aus Kapitalvermögen berücksichtigt werden könne. Dem ist der Bundesfinanzhof im anschließenden Revisionsverfahren entgegengetreten und hat den Rechtsstreit an das FG zurückverwiesen. Im zweiten Rechtszug hat das FG Düsseldorf mit Urteil vom 18.07.2018 der Klage nunmehr stattgegeben und entschieden, dass der Verlust der Kapitalforderung bereits im Streitjahr berücksichtigt werden könne. Dies ergebe sich aus den besonderen Umständen des Streitfalls. Mit der Anzeige der Masseunzulänglichkeit sei klar gewesen, dass die Insolvenzgläubiger, wie der Kläger, nach der Einschätzung der Insolvenzverwalterin keine Rückzahlungen mehr erhalten würden. Auf den weiteren Fortgang des Verfahrens und etwaige Änderungen der Vermögenslage bis zum Abschluss des Insolvenzverfahrens komme es nicht an. Das FG Düsseldorf hat die Revision zum BFH erneut zugelassen.