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September 2018
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Steuern

UMSATZSTEUER

Vorsteuerabzug aus dem Betrieb eines Pferderennstalls

Dem Betreiber eines professionell geführten Pferderennstalls, der einkommensteuerlich als Liebhaberei qualifiziert worden ist, wurde in einem Urteil des FG Köln vom 10.04.2018 der Vorsteuerabzug aus Leistungsbezügen nach § 15 Abs. 1a UStG i. V. m. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG versagt, weil der Rennstall der geschäftlichen und persönlichen Repräsentation diente. Dabei hatte der Kläger aus dem Rennstall durchaus erhebliche Einnahmen erzielt, jedoch ständig Verluste erwirtschaftet. Die Einnahmen wurden der Umsatzsteuer unterworfen. Deshalb erscheint es nicht zwingend, den gesamten Vorsteuerabzug wegen vermeintlicher Repräsentationszwecke zu versagen. Es wird daher interessant, wie der BFH den Fall im Rahmen der Revision beurteilt.