Sonderausgabe

COVID-19 Stabilisierungsmaßnahmen

Höhe des Kurzarbeitergeldes

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes richtet sich nach dem pauschalierten Nettoentgeltausfall im Anspruchszeitraum (Kalendermonat).

Das ist der Unterschiedsbetrag zwischen

dem pauschalierten Nettoentgelt aus dem Soll-Entgelt und
dem pauschalierten Nettoentgelt aus dem Ist-Entgelt.

Das Kurzarbeitergeld wird in zwei verschiedenen Leistungsansätzen der Nettoentgeltdifferenz gewährt:

- 67 % (erhöhter Leistungsansatz gleich Leistungssatz 1) für Arbeitnehmer, die mindestens 1 Kind im Sinne des § 32 Abs. 1, 3 bis 5 EStG haben, sowie für Arbeitnehmer, deren Ehegatte mindestens 1 Kind im Sinne des § 32 Abs. 1, 4 und 5 EStG hat, wenn beide Ehegatten unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben.

- 60 % (allgemeiner Leistungssatz gleich Leistungssatz 2) für die übrigen Arbeitnehmer.

Der Arbeitgeber hat das an den Arbeitnehmer gezahlte Kurzarbeitergeld auf der Lohnsteuerbescheinigung zu bescheinigen. Das Kurzarbeitergeld selbst ist nicht steuerpflichtig, unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt.

Widerruft die Agentur für Arbeit die Bewilligung von Kurzarbeitergeld rückwirkend, muss der Arbeitgeber die vereinbarte ausgefallene Zeit selbst vergüten, allerdings nur in der Höhe in der Arbeitnehmer als Kurzarbeitergeld erhalten hätten.