1

Januar 2015
ARCHIV

Steuern

EINKOMMENSTEUER

Einschränkungen beim Abzug für Beiträge zu einer „Rürup-Rente“.

Ist zugunsten des Alleingesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH eine Direktversicherung von der Kapitalgesellschaft als Versicherungsnehmerin abgeschlossen worden, gehört dieser nach dem BFH-Urteil vom 15.07.2014 seit dem Jahre 2008 zum Personenkreis des § 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG. Der Höchstbetrag für Beiträge, die der Alleingesellschafter-Geschäftsführer zum Aufbau einer „Rürup-Rente“ erbringt, ist deshalb gemäß § 10 Abs. 3 EStG pauschal um den fiktiven Gesamtbetrag zur allgemeinen Rentenversicherung zu kürzen. Die für alle erfassten Fallgruppen gleichermaßen geltende pauschale Kürzung überschreitet die verfassungsrechtlichen Grenzen zulässiger Typisierung auch dann nicht, wenn der Beitrag, den die GmbH für die Altersversorgung des Gesellschafter-Geschäftsführers erbringt, im konkreten Einzelfall deutlich geringer ist, als die dadurch hervorgerufen Kürzung des Höchstbetrags für den Abzug anderweitiger Altersvorsorgeaufwendungen.