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Februar 2015
ARCHIV

Steuern

EINKOMMENSTEUER

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bei den Gewinneinkünften.

Aufwendungen eines Steuerpflichtigen bei den Gewinneinkünften für regelmäßige Pkw-Fahrten zu seinem einzigen Auftraggeber sind nur in Höhe der Entfernungspauschale als Betriebsausgabe abziehbar. Betriebsstätte i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 EStG ist – abweichend von § 12 AO – bei einem im Wege eines Dienstvertrags tätigen Unternehmer, der nicht über eine eigene Betriebsstätte verfügt, ist der Ort, an dem oder von dem aus die beruflichen oder gewerblichen Leistungen erbracht werden. Betrieblich genutzte Räume, die sich in der im Übrigen selbstgenutzten Wohnung des Steuerpflichtigen befinden, können nach dem BFH-Urteil vom 22.10.2014, wegen ihrer engen Einbindung in den privaten Lebensbereich nicht als Betriebsstätte angesehen werden. Das Urteil des BFH ist noch zur alten Rechtslage vor der Reform des Reisekostenrechts ergangen. Die interessante und umstrittene Rechtsfrage, wie der Begriff der ersten Tätigkeitsstätte, die der Arbeitgeber bestimmt, auszulegen ist, wenn der selbstständige Unternehmer bei einem Dauerkunden tätig wird, ist damit noch nicht entschieden.